„Schäf“-Sache:

Bei guter Führung wird ein Fass aufgemacht

Da machen wir jetzt aber ein ganz großes Fass auf:
Konflikte nerven. Konflikte kann keiner leiden. Sie kosten Zeit, rauben Nerven.

Doch was passiert, wenn wir dieses Fass nicht aufmachen? Dann wird´s da drin brackig, in dem Fass. Es fängt an zu gähren.
Das gibt Druck. Immer mehr. Da drin wird´s richtig ungemütlich. Und wenn du das Ding einfach weiter in der Ecke stehen lässt, dann platzt irgendwann der Deckel weg und das Ding fliegt dir um die Ohren. Dann ist Überschwemmung. Dann klebt dir die ganze Soße an Wänden und Decke! Und jeder merkt, dass es stinkt.

Ganz schön blöde, nicht wahr?

Da lohnt es sich doch eher, mit dem Ohr dranzubleiben und zu hören, ob´s blubbert. Oder das Gährrohr im Auge zu behalten und wenn nötig mal einen Blick in das Fass zu werfen.

Manuel Marburger kennt sich aus mit solchen Fässern.

Zum einen als gebürtiger Hesse – ein Völkchen von Apfelweintrinkern (wird in Fässern vergoren) – und zum anderen als mehrfacher Gründer von Unternehmen, in denen im übertragenen Sinne ähnliche Prozesse ablaufen wie in einem Druckbehälter.

Denn wie unterschiedliche chemische Elemente in einem Fass, so treffen auch in einer Firma verschiedene Menschen in teils gegenläufigen Rollen aufeinander und reagieren miteinander.
Unterschiedliche Charaktere, verschiedene Wahrnehmungen und Auffassungen, Andersartigkeit von Problembewusstsein und Lösungsansätzen, verschiedene Wertesysteme. Das schafft Meinungsverschiedenheiten, Differenzen sachlicher, aber auch persönlicher Natur und in der Folge oft Konflikte.
Die ersten Erkenntnis aus Marburgers jahrzehntelanger Erfahrung als Teil oder Moderator solcher Prozesse: „Dass Konflikte entstehen, geschieht immer, zwangsläufig, ganz natürlich.
Deshalb ist das auch nix Schlimmes, nix Ehrenrühriges zu sagen: „Wir haben da Knatsch.

Im Gegenteil, ich behaupte: „Wer sagt, bei ihm sei die Welt perfekt in Ordnung und alle haben sich bedingungslos lieb, der lügt oder hat keine Ahnung davon, was bei ihm vorgeht.

Tipps zum:

Streit = Gelegenheit

Da muss der Hebel ansetzen:
Da zwangsläufig Druck auf dem Kessel entsteht, muss irgendwie dafür gesorgt werden, dass Dampf abgelassen wird.

Das gehört in einem Betrieb natürlich nicht zum Kernbusiness, aber doch zum Geschäft, wenn der Tagesbetrieb nicht leiden soll.

Und Achtung, jetzt wird´s wichtig: Sprich’ ein Mal laut das Wort „Geschäft“ aus! Ganz automatisch betonst du dabei den Mittelteil (schäf), und der spricht sich wie bezeichnenderweise „Chef“.

Das will doch etwas heißen!

Der Umgang mit Konflikten als zwangsläufigem Bestandteil betrieblicher Vorgänge gehört zum Geschäft, ist also auch eine „Schäf“-Sache, eine essentielle Führungsaufgabe.
Klar kann der Unternehmer, ein Geschäftsführer oder ein Abteilungsleiter solche Probleme laufen lassen. Das passiert auch nicht selten. Was er aber da so ohne Führung laufen lässt und vor allem die Folgen daraus, unterliegen dann nicht mehr seiner Kontrolle.

Fakt ist: Ungelöste Konflikte ‒ ja alleine schon unbearbeitete Konflikte ‒ sind die Wurzel vieler Auswüchse, die ein Chef ja nun mal so gar nicht haben will:

„Schäf“-Sache

1. Unproduktivität:

Energie und Zeit, die Mitarbeiter in Konflikten aufwenden, widmen sie nicht den Aufgaben, für die sie eingestellt worden sind.

2. Unzufriedenheit:

Auseinandersetzungen durchdringen mitunter den gesamten Arbeitsalltag, fühlen sich für den Mitarbeiter im günstigsten Fall nur unangenehm an, verfolgen ihn jedoch im schlimmsten Fall bis in des Schlaf und/oder machen krank.

Kurzum: Mitarbeiter leiden unter Konflikten.
Folge: Wer leidet, leistet potentiell keine gute und womöglich auf Dauer gar keine Arbeit mehr.

3. Demotivation:

Mitarbeiter, die mit ihren Konflikten alleine gelassen werden, fühlen sich nicht wahrgenommen, nicht ernst genommen, nicht gewürdigt.

Die Folge ist eine Kette negativer Effekte: enttäuschte Führungserwartung, dadurch zunehmend emotionale Distanz zu Vorgesetzten und Konfliktgegnern, sinkende Identifikation mit dem Unternehmen, innerliche Kündigung bis hin zu unbewusster wenn nicht gar bewusster Sabotage der Arbeit anderer und sogar der eigenen.

4. Unternehmens-UNkultur:

Betriebe, in denen Konflikte stiefmütterlich behandelt und nicht professionell von einer Führungsinstanz gemanagt werden, formen sich Ersatzsysteme von Führung heraus, eine heterogene Melange aus informellen Regeln und intransparenten Zwangs- und Machtstrukturen, innerhalb derer nicht selten das Recht des Stärkeren gilt.

Hierdurch entsteht ein Betriebsklima, das Gift ist für qualitativ gute Arbeit, das Mitarbeiterfluktuation befeuert und nicht zuletzt auf Dauer auch dem Kunden nicht verborgen bleibt.

5. Verpasste Chancen:

Klug bearbeitete und idealerweise gelöste Konflikte können alle vorab genannten Negativeffekte ins Positive wenden.

Streitparteien in einem Klima gegenseitigen Respekts Gehör zu geben, verleiht Würde und Wertschätzung.

Wird so ein Problem überwunden und vielleicht sogar ein produktiver Fortschritt erzielt, haben alle etwas davon.
Wer sich auf diese Weise einbringen kann, ist zufriedener und motivierter. Eine positiv-kommunikativ gelebte Unternehmenskultur wird auf Dauer auch von außen wahrgenommen, sowohl von Kunden als auch von potentiell neuen Mitarbeitern.

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